Michael Strobl war ein Geigenbauer, der in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Berlin tätig war. Dokumentierte Instrumente mit seinem Etikett und seiner internen Brandmarke stammen aus den 1920er Jahren, wobei bekannte Exemplare aus den Jahren 1922 und 1924 nachgewiesen sind [1][2]. Seine Violinen zeigen konsistente Proportionen mit Bodenlängen im Bereich von 35,7–35,8 cm, was auf ein standardisiertes Modell hindeutet. Über die datierten Instrumente und seinen Berliner Werkstattstandort hinaus sind biografische Details in den verfügbaren Quellen nicht überliefert. Strobl gehörte zu jener Generation deutscher Geigenbauer des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, deren Werk sich durch handwerkliche Sorgfalt und proportionale Ausgewogenheit auszeichnete, ohne dabei die großen Schultraditionen der italienischen oder französischen Geigenbaukunst unmittelbar zu imitieren. Die Konsistenz seiner Konstruktionsweise – erkennbar an den gleichmäßigen Abmessungen seiner bekannten Instrumente – deutet auf eine bewusste, methodische Arbeitsweise hin.
Quellen: [{"index":1,"url":"https://ingleshayday.com/notable-sales-instrument/a-violin-by-michael-strobl-berlin-1924/","description":"Violine von Michael Strobl Berlin fecit anno 1924, etikettiert und brandmarkt, Bodenl\u00E4nge 35,7 cm"},{"index":2,"url":"https://ingleshayday.com/notable-sales-instrument/a-violin-by-michael-strobl/","description":"Violine von Michael Strobl Berlin fecit anno 1922, etikettiert, Bodenl\u00E4nge 35,8 cm"}]
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